Rødvig

Heute wieder die übliche Morgenroutine, Wetterbericht, Frühstück, Klar Deck.

Nochmal ein Blick auf den dort festgemachten Schoner und die Oper. Am gegenüberliegenden Ufer hat die königliche Yacht festgemacht, die linien erinnern an einen historischen Segler.

Dann werfen wir die Leinen los und machen uns auf den Heimweg, Hinter uns liegen einige schöne Tage in Kopenhagen. Nun geht es weiter nach Rødvig. Spiegelglatte See zwingt uns zum Motoren, das ist zwar etwas unbefriedigend aber nicht zu ändern, damit wir noch etwas Zeit für die weitere Rückfahrt haben. Da wir das Boot am Samstag früh bis 09:00 Uhr wieder übergeben müssen, ist es notwendig noch etwas Puffer zu haben. Die Wetterlage soll sich laut Seewetterbericht in den nächsten Tagen verschlechtern.

Am frühen Nachmittag braut sich im Südwesten etwas zusammen. wir ziehen vorsorglich Ölzeug an und binden ein Reff ins Großsegel. Dann rollen wir die Genua zur Hälfte ein und justieren die Holepunkt der Vorschoten.

Als dann die erste Böe einfällt sind wir soweit fertig, Die Bavairia ist schwer zu  steuern und für meinen Geschmack liegt der Segelschwerpunkt im Vorschiff zu hoch. Durch das nahe Land baut sich noch keine See auf. Das ändert sich schlagartig als wir Møns Klint passieren. Jetzt sind wir außerhalb der Landabdeckung und der zunehmende Schwell mach unserm Wohnwagen mit Segeln schwer zu schaffen.

Um Klintholm Havn zu erreichen müßten wir einen sehr langen Schlag in die offene See machen, damit wir unser Ziel nach einer Wende anliegen könnten, also treffen wir die Entscheidung die Segel zu bergen und unter Motor weiter zu laufen, zumal der Wind jetzt weiter zunimmt.

Nach einer zugegeben sehr ruppigen Fahrt erreichen wir unseren Zielhafen und machen dort diesmal längsets der Pier fest. Nachdem wir alles aufgeklart haben gehen wir zuerst in die Sauna und machen uns dann ans Abendessen. Der Wetterbericht fängt am Abend mit einer Starkwindwarnung für den kommenden Tag an, so daß nicht an ein Auslaufen zu denken ist.