Klintholm Havn und Vitte auf Hiddensee

Nachdem wir die Leinen fest haben, machen wir uns zuerst einen Kaffee. Wir haben uns gerade hingesetzt, als im Fenster eine Yacht auftaucht, die beim Versuch festzumachen die Dalben verfehlt hat und nun auf unser Boot zutreibt. Also schnell an Deck, Fender klargemacht und damit ein Scheuern vermeiden. Wir setzen uns aufs Kabinendach und halten mit den Füßen ab.

Auf der anderen Yacht herrscht Chaos, der Skipper will mit Gewalt auf einenanderen Liegeplatz und bellt Kommandos, die Mitsegler schauen alle in eine andere Richtung, damit sie sich nicht abgesprochen fühlen müssen. Der Zustand der Festmacher wird auf Englisch „snakesnest“ bezeichnet. nach geraumer Zeit haben sie es geschafft aus der Box herauszukommen und am Wunschliegeplatz festzumachen,der Skipper ist durch die Schreierei nun so heiser, daß er kaum noch einen Ton herausbringt.

Wir klaren auf und setzen unseren Nachmittagskaffee fort. Dann besorgen wir uns noch im nahen Sparladen ein Abendessen. Beim Abendessen noch der Wetterbericht. Keine guten Aussichten für Morgen herrscht eine Starkwindwarnung mit acht Beaufort zunehmend aus südwest. Also Morgen Hafentag, da an ein Auslaufen nicht zu denken ist.

Der Wind pfeift durch die Takelage und die Drahtparten der Fallen klappern am Mast. Mit zwei Gummistropsen unterbinden wir das Geklapper. Dann noch etwas Musik und Lesen und nachdem wir nochmal klar Deck gemacht haben ist damm auch Licht aus und Ruhe im Schiff.

Am nächsten Morgen herrscht immer noch der Starkwind. Wir verholen in den Fischereihafen un füllen erstmal der Dieseltank auf, da die Tankanzeige defekt ist. auch der Wassertank benötigt noch ein Auffüllen. Zurück im Yachthafen stellen wir fest, daß wir noch einen Liegeplatz längseits des Stegs haben können. Mit Vor- und Achterlaine und langer Vor- und Achterspring liegen wir hier wie in Abrahams Schoß.

Wir haben noch einen Wegweiser „Klintholm Røgerie“ ausgemacht. also machen wir uns auf den Weg um uns mal dort umzusehen. Räucheraal, geräucherter Hering und alles was hier frisch gefangen wird noch frisch aus dem Räucherofen. Wir decken uns fürs Abendessen entsprechend ein– Räucherfisch, neue Pellkartoffen und Salat. ein Traum. Dann faher wir mit dem Bus nach Steege und sehen uns den Hauptort von Møn in aller Ruhe an.

Wieder an Bord gibt es Abendessen und den üblichen Wetterbericht. Für Morgen ist eine Lücke zwischen zwei Tiefs vorhergesagt, es soll ab ca. fünf Uhr flaute herrschen und ab vier Uhr nachmittags wieder auf Sturmstärke auffrischen. Das heißt wir machen um vier Uhr seeklar, dann Vor- und Achterleine und die Vorspring los und „rückwärts in die Spring eindampfen“ damit der Bug vom Steg weggedrückt wird. Dann Vorraus und Spring los. Wir sind unterwegs. nachdem  wir die Ansteuerun hinter uns haben mit etwas erhöhter Fahrt nach Rügen. Ich prüfe wie üblich stündlich unser Position. wir kommen gut voran und gegen drei Uhr erreichen wir die Ansteuerung von Rügen. wir arbeiten uns durch das enge Fahrwasser nach Vitte dem Yachthafen auf der Insel Hiddensee. Wir haben gerade die Leinen fest und alles wieder klar gemacht, als Regen mit folgendem Starkwind einsetzt. Also zuerst mal Kaffee und warten bis der Regen nachläßt. Jetzt zeigt sich auch wieder die Sonne, nach  und nach treffen jetzt auch die Yachten ein die später losgefahren sind. Dort muß erst mal alles getrocknet werden, währenddessen machen wir uns auf Hiddensee zu erkunden, im ersten Kaffee erst mal ein Weißbier und dann Vitte besichtigt.

Abends noch den Rest Räucherfisch und danach die übliche Abendroutine.